Massgeschneidert-by-me, Nähen
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Massgeschneidert by me (1) – Zwei Versuche mit AHA-Effekt!

Hallo Ihr Lieben,

Ich hatte Euch ja meine „großen“ Näh- und Upcycling-Pläne für 2017 vorgestellt. Und ein Wunsch von mir für dieses Jahr ist es, viel viel mehr über das Massschneidern zu erfahren und auszuprobieren. Aber da vergesse ich immer meinen Schweinehund. Abends war hier nix mehr zu löten: Die Kinder waren im Bett,  Von weitem schlich ich um das Buch von Teresa Gilewska herum und wusste im Prinzip nicht, wo ich anfangen sollte.

Bis letzte Woche. Der Podcast von Muriel von „Nahtzugabe 5cm“ mit Immi und Mema zum Thema Grundschnitte brachte mich wieder back on track. Das klang so einfach, wie die 3 so über das Konstruieren, Massnehmen und Variieren plauderten und Tips austauschten. Und ein Tipp von Mema gab des entscheidenen Anstoss: Wenn man mit dem Thema Grundschnitte starten will, dann sollte man mit einem Rock anfangen. Passt ja, dachte ich, mit einem Auge auf meine Vorsätze für dieses Jahr. Und zack, schlug ich das Buch abends auf und legte los. Und genau davon will ich Euch heute mal berichten – denn ich finde, es ist ziemlich berichtenswert, welche Fehler mir bei meiner ersten Grundschnitterstellung  unterlaufen sind.

Versuch Nummer 1

Loslegen fing mit Massnehmen an. Taillenweite, obere und untere Hüftweite und Hüfthöhe habe ich ausgemessen. Das geht bei einem Rock noch ziemlich gut allein.

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Dann machte ich mich an das Konstruieren in ca. 14 Schritte. Das klingt jetzt schwieriger als es tatsächlich war. Ich bin nun wirklich kein Mathe-Ass, aber ich habe es mit ein bisschen „Graue Zellen“ anstrengen geschafft. Das Ding vor mir auf dem Papier sah zumindest aus wie das im Buch und irgendwie schon wie ein Rock. Verrückt. Ausgeschnitten fand ich allerdings schon, dass er ein bisschen klein wirkte. Naja, Nähen ist ja Magie, wird schon passen, hab mich ja schließlich akurat vermessen.

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Instagram-Story

Ja genau, denkste. Die erste Anprobe meines Nesselstücks zeigte mir, dass ich da mächtig daneben lag.

 

Auweia, da passte ja garnix. Die Taille zu weit, am Hintern zu eng…das Einzige, dass einigermassen stimmte, war die Länge. Mist. Also kurz ärgern, Krönchen wieder richten und von vorn anfangen. Irgendwas musste ich ja falsch gemacht haben.

Das bringt uns zu meinem …

Versuch Nummer 2

Wieder habe ich mich vermessen. Moment mal, war meine Hüfte gestern nicht 5 cm kleiner? Äh…komisch. Oh, da habe ich wohl was  vertauscht. Hoppala..na siehste, hat sich der Vermessungsfehler-Teufel eingeschlichen. Also Mädelz, es bringt nix, Zentimeter wegzuschummeln…nicht beim Massschneidern. Lektion gelernt!

Und während des erneuten Konstruierens fiel mir gleich noch auf, dass ich da was mit der Stoffzugabe der Abnäher falsch verstanden hatte. Gleich zwei fatale Fehler, die mich scheitern liessen…äh nein, lernen liessen 🙂 Das zweite Nesselstück passte auch aus meiner Sicht schon ziemlich gut.

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Grundschnitt Rock – vorne

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Grundschnitt Rock – hinten

Trotzdem – das Schneiderherz freute sich und ich war gleich über-obermotiviert und habe ein richtiges Schnittmuster eines Bleistiftrockes entworfen – mit einfachem Schlitz hinten, Reissverschluss verdeckt und geradem Bund.

Das Ergebnis seht ihr hier.

[Foto mit Probestück]

Also perfekt ist auch anders. Die Seitennaht ist noch nicht im Lot – also senkrecht zum Boden und vorn schlägt er auch noch irgendwie Falten.

Und nun an alle Profies unter Euch: Warum? Mache ich was mit den Abnähern falsch? Oder muss ich irgendwo noch Weite wegnehmen? Fragen über Fragen, denen ich die nächsten Tage auf den Grund gehen werde. Denn Aufgeben kommt natürlich nicht in die Tüte, nur Ablenken 🙂 Und dann sehen wir uns bald mit Versuch Nummer 3.

Macht es Euch gemütlich. Freut Euch auf den Frühling.

Bis Bald
Anne

 

 

 

 

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Ich bin Anne, lebe seit ein paar Wochen im schönen Bergischen Land und ich liebe das Nähen. Dabei vor allem das Weiterverwenden vorhandener Materialien - Upcycling. Ich nähe aus Deinen abgelegten Erinnerungsstücken ein neues Lieblingstück für Dich. In meinem Blog schreibe ich über die Näh-Projekt und die Menschen hinter den Lieblingsstücken - also gern auch über Dich.

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